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Am Computer steht am oberen Rand die Linie von Johannes bis Josef. Rot ist die Generation, um die es auf der Folie geht, darunter steht, wer sonst vorkommt.
„Inhalt“ springt zu einem Kapitel. „Belege“ zeigt die Dokumente zu dieser Folie, „Archiv“ alle 40. Mit A− und A+ änderst du die Schriftgröße, „Hilfe“ (am Handy „?“) bringt dich hierher.
Zitate stehen so, wie sie im Buch stehen, in alter Rechtschreibung. Ein ° markiert, was erschlossen oder aus dem Familienstammbaum übernommen ist, statt in einem Eintrag gelesen.
Wir folgen der väterlichen Linie von Valentin Sattinger, dem Gründer von Ahnenfaden, zurück nach Graz. Sie beginnt bei Johannes Sattinger, dem ältesten Vorfahren, den die Bücher zeigen, und endet 1855 mit der Geburt von Josef, Valentins Ururgroßvater.
in einem Eintrag belegt erschlossen° · Die Belege zu jeder Generation folgen in den drei Teilen.
Am 17. Juli 1785, fünf Uhr früh, wird in Haus 1054 „sub Camera“ Magdalena geboren, ehelich, Tochter des Joannes Sattinger, Drechsler, und der Johanna geborene Kränzerin. Patin ist Elisabetha Iberin, Landwirtin, die mit einem Kreuz unterschreibt.
Das ist der einzige Taufeintrag dieses Ehepaars in Graz. Ihr Sohn Andreas, nach seinen eigenen Angaben 1782 oder 1783 in Graz geboren, steht in keinem Grazer Taufbuch dieser Jahre. Auch die Trauung von Johannes und Johanna steht in keiner Grazer Pfarre.
Wo Johanna Kränzer herkam und wo das Paar geheiratet hat, ist nicht bekannt.
Johannes Sattinger, Drechsler, und Johanna Kränzer sind 1785 ein Ehepaar in Graz. Es ist der einzige Eintrag, der beide nennt.
Am 25. Dezember 1802 stirbt in Haus 2 Johannes Sattinger, 41 Jahre, an Auszehrung. Die Berufszeile liest sich als „gwesen ein Arbeiter“. Seine Tochter Magdalena war siebzehn, sein Sohn Andreas zwanzig.
Drei Monate später, am 26. März 1803, stirbt in Haus 94 Anna Sattingerin, Lederschneiderin, 70 Jahre, an Brand. Sie war um 1733 geboren.
Ob Anna die Mutter des Johannes war, sagt kein Eintrag. Der Familienstammbaum führt ihn als ihren Sohn, ohne Vater°. Das Alter passt.
Johannes stirbt 1802 mit 41 Jahren, ist also um 1761 geboren. Seine Eltern nennt kein Eintrag: Hier endet, was die Bücher sicher sagen.


Im Juli 1822 sammelt die bürgerliche Bierbrauer-Innung für die Brandopfer von Gnas. Die Liste nennt zwölf Grazer Bräumeister, „Sattinger 20 fl.“ an erster Stelle.
Im November 1828 sucht er einen Hund: „Verlorner Hund. Solcher ist ein Windhund größter Gattung, hat schwarze Decke, an den Füßen, Brust und über den Hals ist er weiß, hat geschnittene Ohren und abgeschlagene Rute. Für Überbringung oder Anzeige … bezahlet Herr Sattinger, Gastgeber zum wilden Mann in der Schmidgasse, 3 Ducaten.“
Der Name des Gasthauses steht damit in einer Zeitung, nicht nur in der Erinnerung.
Andreas Sattinger ist bürgerlicher Bräumeister und Wirt „Zum wilden Mann“ in der Schmidgasse. Das steht in der Zeitung, nicht nur in der Familienerinnerung.


„Den 18. Jänner. Frau Johanna Sattinger, Witwe, alt 64 J., in der Schmidgasse Nr. 355; an der Bauchwassersucht.“ Das Sterbebuch der Pfarre sagt dasselbe: „Frau Johanna Sattingerin Wittwe“, Schmidgasse 355, 64 Jahre, begraben am 20. Jänner, eingesegnet von Pfarrer Anton Ortner.
Sie stirbt im Haus des Bräumeisters, mit 64 Jahren, also um 1762 geboren: das Alter einer Mutter, nicht einer Frau. Andreas war 1821 ledig. Kein Eintrag nennt die beiden zusammen, das Haus und das Alter tun es°.
Johanna stirbt 1827 im Haus des Andreas, im Alter einer Mutter. Dass Andreas ihr Sohn und damit der Sohn des Johannes ist, ist erschlossen°: Kein Eintrag nennt die beiden zusammen.


Am 12. Februar 1824, halb sechs Uhr früh, wird im 2. Sack, Haus 231, Josephus Andreas geboren und eine Stunde später getauft: unehelich, Mutter Juliana Späth. Die Vaterspalte bleibt leer.
Acht Jahre später schreibt eine andere Hand sechs Zeilen hinein, mit dicken Strichen eingerahmt: „des Andreas Sattinger … als Vater … Grätz am 3. Aug. 832.“ Der Taufindex führt den Buben weiter als Späth Josef.

Andreas erklärt sich 1832 als Vater von Josef Andreas. Das ist der erste Beleg für den Schritt von Andreas zu Josef Andreas.
Am 20. Dezember 1832 lässt „Herr Andreas Sattinger“ auf eigenes Ansuchen sein „Lager von guten Weinen im Hause Nr. 195 in der Schönaugasse“ versteigern, durch die Deutschordens-Commende am Leech.
Am 15. Jänner 1833 stirbt er in der Schmidgasse 355: „Herrn Andreas Sattinger, bürgl. Gastwirth · 50 Jahre · Schleichendes Fieber · Mit Allem.“ Begraben am 17. um halb vier nachmittags nach St. Peter, eingesegnet von Pfarrer Alexander Ortner. Die Zeitung meldet es zwei Tage später unter den Verstorbenen in Grätz.
Das Konvokationsedikt des Magistrats vom 18. Jänner sagt, wer den Nachlass abhandelt: „unter hierortiger Gerichtsbarkeit gestorben“.
Andreas stirbt am 15. Jänner 1833 mit 50 Jahren. Das Alter bestätigt unabhängig die Geburt 1782 oder 1783.


Herr Josef Andreas Spät, 23, „Sohn des Andreas Sattinger, bürgl: Bräumeisters im 2ten Sack H. N 231, und der Juliana Spät, beyde schon verstorben“, „absolvirter Jurist und Realitätenbesitzer in Aussee“, wohnhaft Stempfergasse, heiratet Fräulein Pauline Poßener, 22, Tochter des k.k. Kreis-Ingenieurs Johann Paul Poßener und der verstorbenen Catharina geborene Pichler. Beistand: Dr. Johann Scaria, Arzt.
Der Bräutigam ist minderjährig; der Magistrat Graz stellt ihm eine Großjährigkeitserklärung aus, und der Brautvater unterschreibt: „Vater der minderjährigen Braut.“ Ein späterer Bleistift setzt sein Geburtsdatum dazu: 12/2 1824. Es ist das Datum der Taufe von 1824, und die Adresse ist dieselbe wie dort: Haus 231.
Der Bräutigam nennt Andreas Sattinger als seinen Vater, mit derselben Adresse wie die Taufe von 1824. Damit ist der Schritt von Andreas zu Josef Andreas zweimal unabhängig belegt.
Der erste Eintrag des Jahres 1855: geboren „Am 1ten = ersten Jänner 855 um 6 Uhr früh“, getauft am 2. Jänner um halb drei nachmittags, Bischofplatz 161, ehelich, katholisch. Vater Josef Sattinger, „k:k: Concepts Adjunct bei der k:k: Polizei-Direction in Pest“, Mutter Pauline geb: Poßener. Patin Caroline Küstern, Privat; Täufer Domvikar Franz Casparuß; Hebamme Anna Gulla.
Das ist Valentins Ururgroßvater. Der Bub wird in Esztergom zur Schule gehen und in Arad Kinder haben.

Josef ist der Sohn von Josef Andreas und Pauline Poßener. Mit ihm endet dieses Beispiel; die Linie geht in Ungarn weiter.
Nach 1856 steht die Familie in keinem Grazer Buch mehr. Josef Andreas dient in Pest, sein Sohn Josef geht in Esztergom zur Schule und gründet in Arad eine Familie. Dieser Teil der Geschichte steht in ungarischen und rumänischen Quellen und gehört nicht mehr zu diesem Beispiel.
So arbeitet Ahnenfaden: Jede Angabe führt zu dem Eintrag, auf dem sie beruht. Was nicht belegt ist, steht als offen da. In diesem Beispiel sind es 18 Originaleinträge, jeder mit Abschrift und Fundstelle.